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Roland Taberhofer

Als Gartenzwerg kommt man nicht auf die Welt. Zum Gartenzwerg gedeiht man. Geboren wurde ich tatsächlich als erster Sohn eines Straßenwärters in ein Straßenwärterhäuschen. Mein Vater war auch als „Straßenhans“ im nahe liegenden Ort und Wirtshaus bekannt. Meine Mutter verbarrikadierte sich hinter den Kochtöpfen, die ich alsbald entdeckte. Jeder Topf klingt anders und vor allem manche sind lauter. Etwa gleichzeitig entdeckte ich meine Stimme, in den folgenden Wochen und Jahren versuchte ich immer wieder lauter zu schreien oder zu singen als die Töpfe klangen. Ich kam in die Jahre und eine Zinkwanne, die mir als Bettchen gedient hatte wurde langsam eng. Kurzerhand funktionierte ich sie in einen Zinkwannenbass um. Nur wenig später lernte ich die Gartenfee kennen, ich verliebte mich aussichtslos, sie war etwas größer als ich, so ging ich in die innere Emigration und wurde Gartenzwerg.

… und here we are: ich lernte Jo und seine Freunde kennen und wir
gründeten die Floraphoniker.
Ich bin ein Gartenzwerg, hier darf ich sein und laut singen obendrein.